Wir sind ein Gymnasium in freier Trägerschaft im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Die gymnasiale Mittelstufe (Sekundarstufe I) umfasst  die Jahrgänge 7 bis 10 und die gymnasiale Oberstufe (Sekundarstufe II) umfasst die Jahrgänge 11 und 12.

An unserem Gymnasium stehen eine internationale Orientierung sowie die MINT und Kunst Perspektive im besonderen Fokus. Wir sehen in diesem Schulprogramm die Chance, junge Menschen auf die Anforderungen und Herausforderungen einer stets wachsenden Vielschichtigkeit in der Gesellschaft und auf eine globalisierte Welt vorzubereiten.

Klimawandel, Energie- und Ressourceneffizienz, Gesundheit oder demographischer Wandel – diese und viele weitere Sachverhalte können durch MINT erforscht und gelöst werden. Wir sind davon überzeugt, dass die großen Probleme des 21. Jahrhunderts, mehr denn je eine fundierte naturwissenschaftliche Bildung von Heranwachsenden erfordern. Eine Bildung, die an unserem Gymnasium Schüler*innen ermöglicht, naturwissenschaftliche Phänomene und technische Probleme im Alltag zu erkennen, zu verstehen, zu erklären, kritisch zu bewerten und daraus auch Schlussfolgerungen für das eigene Handeln zu ziehen.

Die Integration der bildenden Künste in die MINT-Bereiche motiviert Schüler*innen, sich in MINT bezogenen Aktivitäten zu engagieren. Die Integration der Künste ermöglicht MINT-Konzepte auf innovative und bildliche Weise darzustellen, eigenen Gedanken zur Welt über Musik und Tanz zum Ausdruck zu bringen, Vorstellungen über Zeichnungen, Anfertigung von Modellen oder Grafiken zu illustrieren oder mit anderen in einer deskriptiven Sprache darüber zu kommunizieren.

MINT und Kunst

Veränderungsprozesse prägen unsere Gesellschaft. Wer gesellschaftlichen Wandel aktiv gestalten will, muss wissen, worum es geht. Wir sind davon überzeugt, dass eine Voraussetzung dafür, ein Grundverständnis von naturwissenschaftlich-technischen Zusammenhängen und das Bewusstsein für die hohe Bedeutung von MINT-Themen ist.

Die MINT-Fächer Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Informatik sind dementsprechend fester Bestandteil der Stundentafel unseres Gymnasiums und werden in den Profilstunden vertieft unterrichtet. Wir legen großen Wert auf ein vielfältiges naturwissenschaftliches Angebot im fächerübergreifenden Unterricht, in unseren außerschulischen Angeboten und im Ganztag.

In modern ausgestatteten Fachräumen stärken wir das experimentelle und eigenständige Arbeiten unserer Schüler*innen. Dadurch fördern wir nicht nur das Interesse und die Freude an den MINT-Fächern, sondern auch die Herangehensweise an mathematisch-naturwissenschaftliche Phänomene und Fragestellungen.

Mathematik bildet die Grundlage für die meisten MINT-Fächer. Denn jede neue Idee muss erstmal darauf berechnet werden, ob und wie sie funktioniert. Die Inhalte der Mathematik werden demzufolge mit Inhalten aus den Bereichen Informatik, Biologie, Chemie, Physik, Technik verknüpft.

MINT und Kunst begründete Bildung zielt darauf ab, Problemen mit Innovation, kreativem und kritischem Denken, Kooperation und effektiver Kommunikation zu begegnen. So sind die bildenden Künste subjektiv, intuitiv, einzigartig und gefühlsbezogen, während die MINT-Bereiche objektiv, wiederholbar, logisch und analytisch sind. Bildende Künste und Naturwissenschaften sind daher zwei Bildungsbereiche, die sich gegenseitig ergänzen.

Mädchen und MINT

Die Berufswahl ist soziokulturell beeinflusst, also von Rollenbildern und kulturellen Vorstellungen von „typisch männlichen“ und „typisch weiblichen“ Berufen. Diese tiefverwurzelte Idee Vorstellung, hält junge Frauen vielfach von MINT-Berufen ab, zumal vielen nicht bewusst ist, welche Möglichkeiten die verschiedenen Berufe bieten. Um mehr Mädchen und Frauen für MINT zu gewinnen, möchten wir dazu beitragen, dass sich gesellschaftliche Rahmenbedingungen verändern.

Die MINT und Kunst Perspektive an unserem Gymnasium sollen dazu beitragen, verfestigte, traditionelle Rollenbilder und geschlechtsspezifische Zuschreibungen von Berufen und Tätigkeiten strukturell aufzubrechen.

Die Stundentafel wird durch unsere Schwerpunkte ergänzt:

  • Zusätzliche MINT und Kunst Angebote im Rahmen des Ganztages
  • Studierzeit für Mathematik und Naturwissenschaften
  • Fächer- und Klassenübergreifende Projekttage – Schwerpunkte MINT und Kunst
  • Die informatische Bildung ist fester Bestandteil der MINT-Förderung

Teilnahme an folgenden Schulwettbewerben in den naturwissenschaftlichen Fachrichtungen.

  • Internationale Biologie Olympiade (IBO)
  • Jugend forscht
  • Mathematik-Olympiade
  • Känguru der Mathematik
  • Informatik-Biber: Informatik für alle

Internationale Orientierung

Die Internationalisierung des Bildungs- und Arbeitsmarktes setzt die Entwicklung interkultureller Handlungsfähigkeit als Schlüsselqualifikation voraus. Der Ansatz der interkulturellen Bildung lautet, die Vielfalt der Kulturen wertzuschätzen und die Differenzen in Sprachen, Traditionen und Religionen anzuerkennen. In einer globalisierten Welt werden interkulturelle Kompetenzen immer wichtiger.

Durch Studienfahrten ins Ausland und der Partnerschaft mit dem BAU Global Netzwerk, unterstützen wir den Gedanken der Völkerverständigung, das Ziel eines gemeinsamen Europas und das Zusammenleben mit Menschen und Nationen anderer Kulturkreise.

Interkulturelle Bildung betont die Einheit und gegenseitige Abhängigkeit der menschlichen Gesellschaft, die Entwicklung eines Selbstbewusstseins und die Wertschätzung kultureller Vielfalt, die Bekräftigung sozialer Gerechtigkeit und der Menschenrechte sowie inspirierende Aktionen für Frieden und Partnerschaft für eine nachhaltige Zukunft auf der ganzen Welt.

Internationaler Schüleraustausch erfüllt wichtige Aspekte unseres Bildungsauftrags. Er trägt ganz wesentlich zur Entwicklung junger Menschen in verschiedenen Bereichen bei wie z.B. der Persönlichkeitsentwicklung oder der Entwicklung interkultureller Kompetenz.

Die einzigartige Kooperation mit dem mit BAU Global Netzwerk ermöglicht Schüler*innen an unserem Gymnasium, im Ausland internationale Lehrerfahrungen zu machen, die sie auf ihre weiterführende Ausbildung in einer globalisierten Arbeitswelt vorbereitet. Dieser internationaler Austausch bietet Schüler*innen Freiräume, um eigene Ideen zu entwickeln und in die gesellschaftliche Debatte einzubringen. Oft wächst aus prägenden Auslandsaufenthalten während des Bildungsweges auch ein Engagement zugunsten der Allgemeinheit.

Lernerfahrungen durch grenzüberschreitende Mobilität schaffen demnach die Grundlage, damit sich heranwachsende Mädchen und Jungen in Europa und in der Welt bewegen können. Sie öffnen außerdem berufliche und persönliche Perspektiven. Mobilität ist damit Teil der gesellschaftlichen Teilhabe und ein Grundrecht für alle jungen Menschen. Es wächst das Interesse an anderen Menschen im eigenen Umfeld und bereichert die internationale Vernetzung durch einen erweiterten Freundeskreis.

Nicht zuletzt werden durch eine weltoffene junge Generation mit einer hohen interkultureller Kompetenz und mit dem Verständnis anderer Lebensweisen, die Grundlagen für eine politische Stabilität und den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes in einer zunehmend globalisierten Welt gelegt.

Schulpartnerschaftsprojekt Fulbord Academy in Kanada

Bei uns können Schüler*innen in der Sekundarstufe I und in der Oberstufe während einer Studienfahrt an die Fulford Academy in Kanada, einer Partnerschule des BAU Global Netzwerkes, ihre Englisch- und interkulturellen Kenntnisse erweitern. Dabei kommen sie in Kontakt mit der landeseigenen Kultur und tauschen sich intensiv mit ihren ausländischen Mitschüler*innen aus, z. B. über deren tief empfundenen Wahrnehmungen, Überzeugungen und Werte die ihre Lebensweise beeinflussen und die Art, wie sie auf die Welt sehen.

Englisch

Der englischen Sprache kommt aufgrund ihrer Funktion als lingua franca, d.h. als internationaler Verkehrssprache in Wirtschaft, Kultur, Politik, für weiterführende Studien und internationale Wissenschaft wie auch für Verständigung und Friedensprojekte in der gesamten Welt eine sehr große Bedeutung zu.

Im Profilunterricht Englisch bereiten wir unsere Schüler*innen darauf vor und fördern durch vielfältige Arbeitsformen, Materialien und Methoden ihre Sprachfertigkeit.

Für den Zweig internationale Orientierung wird die Stundentafel durch diese Schwerpunkte ergänzt:

  • Schulpartnerschaftsprojekte in der 9. Klasse bzw. 12. Klasse  (Dauer: bis zu 2 Wochen)
  • Fächer- und Klassenübergreifende Projekttage – Schwerpunkte Englisch und interkulturelle Bildung
  • Zusätzliche Angebote auf Englisch im Rahmen des Ganztages
  • Studierzeit für das Fach Englisch