Interkulturelle Bildung betont die Einheit und gegenseitige Abhängigkeit der menschlichen Gesellschaft, die Entwicklung eines Selbstbewusstseins und die Wertschätzung kultureller Vielfalt, die Bekräftigung sozialer Gerechtigkeit und der Menschenrechte sowie inspirierende Aktionen für Frieden und Partnerschaft für eine nachhaltige Zukunft auf der ganzen Welt.

Kompetenzerwerb

Im Rahmen von interkultureller Bildung setzen sich Schüler*innen im gesellschaftlichen Leben mit anderen Wahrnehmungen und Ausdrucksweisen produktiv auseinander. Dazu gehört die Fähigkeit, die eigenen Bilder von anderen kritisch zu hinterfragen sowie gesellschaftliche Rahmenbedingungen für die Entstehung solcher Bilder zu kennen und zu reflektieren.

In der Auseinandersetzung mit anderen Kulturen, Weltanschauungen, Religionen und unterschiedlichen Traditionen werden eigene Standpunkte und Werte relativiert. Die Wertschätzung der kulturellen Vielfalt führt zur Erweiterung des persönlichen Erfahrungs- und Handlungshorizontes. 

Bezüge zu den Fächern

Insbesondere in den Fächern Ethik (Sekundarstufe I) und Philosophie (Sekundarstufe II) wird die Perspektivübernahme und Auseinandersetzung mit anderen Kulturen thematisiert und geübt.

In den künstlerischen Fächern ist der kritisch-kreative Zugang zu kulturell geprägten Werken und Erscheinungsformen ein wichtiger Gegenstand.

In den Fremdsprachen ist die interkulturelle Kompetenz ein zentraler Bestandteil des Unterrichts und wird daher explizit im Kompetenzmodell ausgewiesen.

In den Gesellschaftswissenschaften (Geschichte, Politische Bildung, Ethik und Geografie) sowie im Fach Deutsch sind Anknüpfungspunkte für vergleichende Betrachtungen aus unterschiedlichen kulturellen Perspektiven gegeben.

Internationaler Schüleraustausch

Internationaler Schüleraustausch erfüllt wichtige Aspekte unseres Bildungsauftrags. Er trägt ganz wesentlich zur Entwicklung junger Menschen in verschiedenen Bereichen bei wie z.B. der Persönlichkeitsentwicklung oder der Entwicklung interkultureller Kompetenz.

Die einzigartige Kooperation mit dem mit BAU Global Netzwerk ermöglicht Schüler*innen an unserem Gymnasium, im Ausland internationale Lehrerfahrungen zu machen, die sie auf ihre weiterführende Ausbildung in einer globalisierten Arbeitswelt vorbereitet. Dieser internationaler Austausch bietet Schüler*innen Freiräume, um eigene Ideen zu entwickeln und in die gesellschaftliche Debatte einzubringen. Oft wächst aus prägenden Auslandsaufenthalten während des Bildungsweges auch ein Engagement zugunsten der Allgemeinheit.

Lernerfahrungen durch grenzüberschreitende Mobilität schaffen demnach die Grundlage, damit sich heranwachsende Mädchen und Jungen in Europa und in der Welt bewegen können. Sie öffnen außerdem berufliche und persönliche Perspektiven. Mobilität ist damit Teil der gesellschaftlichen Teilhabe und ein Grundrecht für alle jungen Menschen. Es wächst das Interesse an anderen Menschen im eigenen Umfeld und bereichert die internationale Vernetzung durch einen erweiterten Freundeskreis.

Nicht zuletzt werden durch eine weltoffene junge Generation mit einer hohen interkultureller Kompetenz und mit dem Verständnis anderer Lebensweisen, die Grundlagen für eine politische Stabilität und den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes in einer zunehmend globalisierten Welt gelegt.

Schulpartnerschaftsprojekt Fulbord Academy in Kanada

Bei uns können Schüler*innen in der Sekundarstufe I und in der Sekundarstufe II während einer Studienfahrt an die Fulford Academy in Kanada, einer Partnerschule des BAU Global Netzwerkes, ihre Englisch- und interkulturellen Kenntnisse erweitern.

Dabei kommen sie in Kontakt mit der landeseigenen Kultur und tauschen sich intensiv mit ihren ausländischen Mitschüler*innen aus, z. B. über deren tief empfundenen Wahrnehmungen, Überzeugungen und Werte die ihre Lebensweise beeinflussen und die Art, wie sie auf die Welt sehen.