Unterrichten ist die Kerntätigkeit von Schule und das Lernen von Schüler*innen unser Ziel. Ein Lernen, das von Entdeckerfreude, Motivation und Durchhaltevermögen gekennzeichnet ist und auch auf lange Sicht bleibende Erkenntnisse, Fähigkeiten und Wissen vermittelt, findet nur dann statt, wenn das Lernen gerade von Schüler*innen als sinnvoll erlebt wird. Um dieses Wahrnehmen von Zweckmäßigkeit, täglich aufrechtzuerhalten, brauchen wir eine Unterrichtskultur, in der es selbstverständlich ist, dass Lehrer*innen ihren Schüler*innen in jeder Unterrichtsstunde sagen, was sie in dieser Stunde lernen können; was genau das Thema des Unterrichts ist; warum das für sie
wichtig ist.

Schülerorientierung
Eine konsequente Schülerorientierung im Unterrichts ist kein bloßes Modewort für uns. Wir denken, dass wenn wir den Unterricht nicht wirklich konsequent an den Schüler*innen orientieren, dies hieße, über deren Köpfe hinweg zu unterrichten, hieße auch, sie nicht wirklich als lernende Individuen ernst zu nehmen. Die Folgen eines Unterrichts, der über die Köpfe hinweg geht und Schüler*innen in ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten nicht wirklich ernst nimmt, sind allerorten zu beobachten: Kinder und Jugendliche verweigern sich zunehmend dem Lernen, obwohl sie oftmals zu erstaunlichen Leistungen in der Lage sind, über einen Schatz individueller Kenntnisse, Erfahrungen und Kompetenzen verfügen, der manchmal verblüffend ist.

Am Mentora-Gymnasium heißt konsequente Schülerorientierung: Schüler*innen ernst zu nehmen! Ernst zu nehmen in ihren Interessen, ihren Wünschen und Vorstellungen. Ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen, etwas Sinnvolles zu lernen und die Tatsache zu beachten , dass bereits jede Menge Kenntnisse und Fähigkeiten in jedem Klassenraum vorhanden sind. Anzuknüpfen an vorhandene Kompetenzen, ist der vielleicht wichtigste Gesichtspunkt eines Unterrichts, der konsequente Schülerorientierung zum Dreh- und Angelpunkt der Unterrichtsplanung und dessen Gestaltung macht.

Konsequente Schülerorientierung bedeutet weiterhin, die unterschiedlichen Bedürfnisse und unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen innerhalb eines Klassenverbandes durch Angebote und Möglichkeiten der inneren Differenzierung wahrzunehmen. Das heißt deshalb auch, den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schüler*innen gerecht zu werden und Konsequenzen aus der Erkenntnis zu ziehen, dass es Rahmenbedingungen gibt, unter denen Schüler*innen besser lernen.

Rahmenlehrplan, Stundentafel und Unterrichtsgestaltung
Wir unterrichten nach dem Berliner Rahmenlehrplan, orientieren uns an der Berliner Stundentafel für das Gymnasium und gestalten den Unterricht anhand von:

Methodenvielfalt Was nicht bedeutet, dass permanent Neues angefangen werden muss, sondern dass nicht immer auf dieselbe Art und Weise unterrichtet wird. Selbst Gruppenarbeit kann langweilig werden, wenn am Ende immer nur ein Plakat als Ergebnis steht.
Individuelles und
intelligentes
Fördern
Das heißt: jeder muss nach seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten üben können. Wer etwas schon kann, hilft vielleicht einem anderen weiter. Wer etwas noch gar nicht kann, muss bei null anfangen. Allen Schüler*innen dieselbe Aufgabe zu geben, macht aus dieser Perspektive heraus keinen Sinn.
Inhaltlicher Klarheit Wenn der Unterricht hinsichtlich der Struktur gut geplant ist – woher kommen wir und wo wollen wir hin – dann gibt das den Schüler*innen eine gewisse Sicherheit, und sie können dem Unterricht gut folgen.
Aufgaben müssen deshalb immer klar und verständlich formuliert sein.
Klarer und
individueller
Leistungserwartung
Eine gerechte und zügige Rückmeldung ist wichtig. Besser ist es jedoch, im Vorfeld den Schüler*innen zu erklären, was für jede Aufgabe erwartet wird und wie dieses Ziel erreicht werden kann.
Sinnstiftender
Kommunikation
Schüler*innen können zu einem gewissen Grad an der Planung beteiligt werden. Sie können eine gute Gesprächskultur lernen, was sich mit dem positivem Lernklima überschneidet.